Girls‘ Day Akademie ausgezeichnet

MINT21-Preis zum zweiten Mal in Folge für die Landauer Realschule

München/Landau. Am unterrichtsfreien Mittwoch machte sich eine siebenköpfige Lehrer-Schüler-Gruppe der Viktor-Karell-Realschule auf den Weg in die Landeshauptstadt. Ziel des „Ausflugs“ war das Haus der Bayerischen Wirtschaft in der Max-Joseph-Straße. Nach einer Generalprobe am Vormittag wurden im Europasaal acht bayerische Realschulen mit dem „MINT21-Preis“ für verschiedene Projekte in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) geehrt; eine neunte Schule bekam einen Sonderpreis. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Realschule Landau die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Wahlfach „Schüler experimentieren – Technik für Kinder“ erhalten.

Dieses Mal konnte die Landauer „Girls‘ Day Akademie“, die im September in die sechste Runde gegangen ist, die Jury überzeugen. In München stellten vier der 15 Teilnehmerinnen des letztjährigen Durchgangs das Wahlfach mit einer Präsentation vor. Begleitet wurden sie von einer betreuenden Lehrkraft, dem MINT-Koordinator und dem Konrektor der Schule. Die Mädchen, die jetzt in der neunten Jahrgangsstufe sind, berichteten vor allem von den zahlreichen Unternehmenserkundungen und Praxiseinheiten in der Metall- und Holzbearbeitung sowie in der Elektrotechnik. Sie hatten auch einige ihrer besten Werkstücke mitgebracht und konnten dem Publikum mit Fotos und persönlichen Erfahrungsberichten einen anschaulichen Eindruck vom Ablauf des Technikprojekts vermitteln. Josef Schelchshorn, Vorstandsmitglied im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw), hielt die Laudatio auf die Landauer Technikmädels und überreichte ihnen den Preis. Später lernten sie auch den neuen Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo kennen, der ihnen gratulierte und der Bitte nach einem Gruppenbild gerne nachkam.

Die Girls‘ Day Akademie ist ein Gemeinschaftsprojekt der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm mit der Agentur für Arbeit in Landshut und der Regionaldirektion Bayern. In den ersten beiden Projektjahren war die Viktor-Karell-Realschule eine von nur sieben bayerischen Pilotschulen, mittlerweile gibt es die GDA an 16 Standorten. Die Teilnehmerinnen erhalten eine praxisnahe, vertiefte Berufsorientierung und setzen sich intensiv mit naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsberufen sowie Studiengängen auseinander. Dazu kooperiert die Realschule Landau mit mehreren Unternehmen, weiterführenden Schulen, Hochschulen und weiteren externen Partnern vor Ort. Stärkenanalysen und Schlüsselkompetenzen sowie ein Bewerbungstraining gehören auch zum Programm. Im Mittelpunkt steht das praktische Tun in Lehrwerkstätten und dem Werkraum der Schule. Die fünf durchlaufenen Projektjahre haben gezeigt, dass bei den Mädchen ein großes Technikinteresse geweckt und die Berufswahl dementsprechend beeinflusst wurde.

 

 

MINT21-Preis für die Landauer Girls‘ Day Akademie: Patricia Schneider, Laura Müller, Vivien Hahn und Selina Salm (von links) nahmen den Preis und die Glückwünsche von Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (rechts) in München entgegen. Mit im Bild: Konrektor Thomas Lippl (links), Betreuende Lehrkraft Britta Kühbeck und MINT-Koordinator Matthias Hanauer (Zweiter von rechts).

 

MINT21-Initiative:

MINT21-Initiative: Realschule Landau als einzige in Niederbayern ausgezeichnet

Junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern – acht bayerische Realschulen werden mit dem "MINT21-Preis 2017 ausgezeichnet.

Acht bayerische Realschulen haben am 20. Oktober 2017 in München den MINT21-Preis für Projekte in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) erhalten. Eine Realschule wurde mit dem "MINT21-Sonderpreis" für ihr jahrgangsstufenübergreifendes Gesamtkonzept prämiert.

Ministerialdirektor Herbert Püls zeigte sich beeindruckt von den kreativen Projekten: "Die Schulen haben überzeugende Konzepte entwickelt, um Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Es ist wichtig, die jungen Menschen frühzeitig an die MINT-Fächer heranzuführen und nachhaltiges Interesse zu wecken. Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte in den MINT-Berufen. Für unsere Schülerinnen und Schüler eröffnen sich hier sehr gute Zukunftschancen."

Prof. Günther G. Goth betonte: "Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft fördert mit zahlreichen Projekten die soziale, berufliche und ökonomische Bildung. Mit der MINT21-Initiative an Bayerischen Realschulen schaffen wir den Brückenschlag zwischen Schule und Wirtschaft. Zum einen trägt die Initiative dazu bei, die Kreativität der Schulen vor Ort zu stärken. Zum anderen profitieren von dem Wissens-Transfer sowohl die beteiligten Lehrkräfte und Schüler als auch andere Schulen, die ihre MINT-Kompetenzen weiterentwickeln möchten."

Die Initiative MINT21

Die ausgezeichneten Schulen gehören zu den derzeit 70 Netzwerkschulen der Initiative MINT21. Diese wurde 2010 als Teil der Initiative Realschule 21 gestartet, um das besondere Profil der Schulart Realschule weiter zu schärfen und den Unterricht in den MINT-Fächern an bayerischen Realschulen weiterzuentwickeln. Ziel der Initiative MINT21 ist es, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich zu stärken und sie so sowohl auf anspruchsvolle Berufsausbildungen als auch auf die schulische Weiterbildung bis hin zur Hochschulreife noch besser vorzubereiten. Mit dem MINT²¹-Preis werden Realschulen ausgezeichnet, die mit besonderen Projekten naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördern.

 

17 weitere Realschulen beteiligen sich ab Schuljahr 2013/2014 an der Initiative MINT21

"Wir sind in Deutschland auf Innovationen in Naturwissenschaften und Technik angewiesen - Schulen legen die Grundlagen dafür."

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Kultusminister Dr. Spaenle, vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt und Dr. Hochholzer vom bbw betonen die Bedeutung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für die Gesellschaft.

MÜNCHEN. 17 weitere Realschulen werden sich ab dem Schuljahr 2013/2014 an der Initiative MINT21 beteiligen. Die Initiative soll dazu beitragen, die bei vielen Schülern bestehende Zurückhaltung gegenüber Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu überwinden und ihr Interesse an diesen Fächern zu fördern. Bisher beteiligen sich 32 Realschulen in Bayern an der Initiative. Zusammen mit den neuen Modellschulen werden diese das Netz zur Stärkung der MINT-Fächer an den rund 350 Realschulen enger spannen.

Ziel der MINT21-Initiative ist es, junge Menschen frühzeitig an die modernen Naturwissenschaften und die Technik heranzuführen und die Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die sich für den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Zweig an ihrer Realschule entscheiden, zu erhöhen. Auf der Basis einer sehr guten Ausbildung in den MINT-Fächern wählen erfahrungsgemäß viele Absolventen ihre Ausbildungsberufe. Viele von ihnen streben eine weitere schulische Qualifikation und anschließend ein Studium statt.
Vor drei Jahren hatten die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) und das Bayerische Kultusministerium gemeinsam mit den Realschulen die Initiative Mint21 gestartet. Diese ist in die Weiterentwicklung der Realschulen unter dem Titel Realschule21 fest eingebunden.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle freut sich, „dass sich mit den 17 zusätzlichen Realschulen dann insgesamt 49 Realschulen der Förderung der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonders verschrieben haben. Die MINT-Fächer tragen ganz wesentlich zur Erklärung und Weiterentwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft bei. Wir legen an unseren Schulen die Grundlagen für das Interesse der jungen Menschen an Mathematik, den Naturwissenschaften und deren Anwendung. Gerade die Bundesrepublik Deutschland mit ihrer sozialen Marktwirtschaft, dem erfolgreichsten Sozial- und Wirtschaftssystem, ist auf Innovationen in den MINT-Fächern angewiesen.“

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., betonte: „Laut der vbw-Studie ‚Arbeitslandschaft 2035' werden in Bayern 2020 rund 230.000 Fachkräfte fehlen. In der Metall- und Elektroindustrie ist der Fachkräftemangel bereits heute spürbar. Vor diesem Hintergrund brauchen wir mehr Schüler und vor allem Schülerinnen, die sich für den MINT-Bereich begeistern. Die MINT21-Initiative an Bayerischen Realschulen ist aus Sicht der Wirtschaft genau der richtige Ansatz, um die Begabungen der Jugendlichen zu erkennen und zu fördern und ihr Interesse für technische Berufe zu wecken. Realschul-Absolventen haben sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz in der M+E-Industrie. Er bietet eine gute Vergütung und beste Karrierechancen.“

Dr. Andreas Hochholzer vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft unterstrich: „Die bestehenden MINT21-Realschulen sind mit sehr großer Begeisterung und Engagement dabei, die MINT-Kompetenzen an ihren Schulen zu verbessern und auszubauen. Diesen Enthusiasmus wünsche ich mir auch von den neuen Bewerbern um das MINT21-Logo.“

Bei der Veranstaltung wurde mit dem „Panorama MINT21“ ein neuer Leitfaden vorgestellt, den Andreas Hochholzer gemeinsam mit den bisherigen Modellschulen erarbeitet hat. Dieser zeigt Methoden und Wege auf, mit denen die ersten 32 Modellschulen bei ihren Schülerinnen und Schülern das Interesse an den MINT-Fächern wecken: Spannende Experimente im naturwissenschaftlichen Arbeiten und Unterricht spielen dabei ebenso eine Rolle wie „Forscherklassen“, also Klassen mit einem ausgeprägten Profil, Robotik-Gruppen, Wettbewerbe und genderspezifischer Unterricht, mit dem Lehrkräfte den Funken sowohl bei Mädchen wie bei Jungen für die MINT-Fächer überspringen lassen. Auch ein spezieller MINT-Tag an den Schulen sowie die Zusammenarbeit etwa mit Fachoberschulen und Hochschulen eröffnen für die Schülerinnen und Schüler der Realschulen Chancen für mehr Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

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Kultusminister Ludwig Spaenle und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt überreicht der Realschule Landau die MINT21 Urkunde.